Am 2. Juni 1990, einem Pfingstwochenende, trafen sich Anke Bautz,
Ingo Friebel und Uwe Sokatsch in Pirna zur ersten gemeinsamen Probe.
Der Bandname VENENA (lat. Gifte) wurde gefunden. Einen Schlagzeuger gab es noch nicht. Man suchte und probierte, bis ein Herr namens Christoph Beckert, auch C.B. genannt unsere Sympathie weckte. Obwohl absoluter Neueinsteiger am Schlagzeug, entwickelte er sich schnell. Durch die Ausrichtung „THRASH METAL“ zu spielen, warf Ingo das Handtuch, stand  aber noch eine Zeit lang als Techniker zur Verfügung. Die Suche nach einem neuen Gitarristen und einem Sänger blieb erfolglos und wir entschieden uns zu dritt weiter zu machen.


1990: Christoph Beckert, Uwe Sokatsch, Anke Bautz

Am 16.11.91 dann der erste Auftritt. Selbst organisiert.
Zu diesem Zeitpunkt wurde noch ausschließlich deutsch gesungen. Da wir auf den Instrumenten noch spielerisch in den Kinderschuhen steckten, hörte sich die Musik eher wie Punk an. Doch das sollte sich schnell ändern. Zudem drängte Anke zu einem zweiten Gitarristen. Aus heutiger Sicht betrachtet, war das der entscheidende Schritt. Songs konnten nun viel härter und interessanter arrangiert werden. Gerrit Staps, bis dahin Zuhörer im Publikum und Proberaum, übernahm nicht nur die zweite Gitarre, sondern lieferte auch die nun englischen Texte. Für seinen ersten Auftritt hatte er gerade mal 14 Tage Vorbereitungszeit.

 
1993: Gerrit Staps
, Christoph Beckert, Uwe Sokatsch, Anke Bautz

In den Jahren 92/93 folgten, neben Konzerten außerhalb, eine ganze Reihe Auftritte im Pirnaer „Copitzer Treff“. Von VENENA organisiert, meistens mit ein oder zwei Gastbands, manchmal auch ohne VENENA, entwickelte sich der sogenannte „Russenclub“ zum Kult.
1992 der erste Versuch ein Demo-Tape aufzunehmen scheiterte wegen schlechter Vorbereitung. Die Aufnahmen wurden nie veröffentlicht. Ende `93 dann aber das erste Tape „NATURE“. Kurz darauf die Schließung des “Russenclubs“. Proberaumsuche. Dann im Sommer `94 der Ausstieg Christoph Beckert’s, wegen musikalischer Neuorientierung. Wechselte u.a. zu „Hollywut“. Die Suche nach einem Nachfolger war schwierig. Nach mehreren Vorspielen und „Do it yourself“ Versuchen hielten wir endlich DIE Telefonnummer in der Hand. In dem Lausitzer Örtchen „Kleinwelka“, da wo bis heute die Saurier nicht ausgestorben sind, fanden wir endlich den neuen Schlagzeuger - Thomas Stache. Trotz der großen Entfernung wurde geprobt und geprobt. Das gute Drumming motivierte die Band zusätzlich. Neue Songs entstanden. ´95 dann das zweite Tape „LOST SOULS“. In Matthias Hopke's Radiosendung
„Six Pack“ auf RadioEnergy lief das 8 Minuten Werk „Destroyer“.
Endlich wieder „Live“. Wir feierten unser 5 jähriges Jubiläum (Presse). Es folgten Auftritte auch in der Tschechischen Republik.


1995: Gerrit Staps, Anke Bautz, Thomas Stache, Uwe Sokatsch
 
Ein Jahr später begann dann der schleichende Austritt von Anke Bautz. Bandinterner Stress, Handgelenkschmerzen und der bevorstehende Abschied von Gitarrist Gerrit hat sie zusehenst demotiviert. Doch erst einmal folgte noch eine Veröffentlichung. Exklusiv für den Doppelsampler „Deathophobia V“ zimmerte man 1997 den Song „Raze“ auf’s Band.
Der letzte Song der Urbesetzung.
Am 15.11.97 letzter Auftritt mit Anke und feierliche Verabschiedung von Gitarrist Gerrit, der arbeitsbedingt in den Westen Deutschlands zog.
1998 folgten noch 2 Konzerte in dreier Besetzung. Dann der Ausstieg des Drummers Thomas Stache, der inzwischen erfolgreich mit der Band GNOSIS unterwegs war.


Der Neuanfang

Noch im Sommer `98 lernte ich (Uwe), der einzig Übriggebliebene, den Bassgitarristen
Norman Jentzsch (GORILLA MONSOON) kennen. „Wenn sich was tut, bin ich dabei!“.
Wochen später ein Anruf von Swen Wutke, der mit Drummer Markus Winkler sein Interesse bekundete. Im alten VENENA–Proberaum traf man sich zu den ersten Proben (Presse). Doch leider funktionierte die Zusammenarbeit mit Swen an der Gitarre nicht so richtig. Und wieder kam der Entschluss, es erst einmal zu dritt zu versuchen. Ein Jahr später konnten wir aber
trotzdem noch mit ihm die Bühne teilen. Swen spielte da bei SADO SATHANAS.
1999 die ersten Auftritte VENENA’ s. Zu dritt. György Olah – damals Gitarrist bei LEPROSY beobachtete unser Treiben. Obwohl er die Musik geil fand, störte ihn das Fehlen der zweiten Gitarre. Nach einem Konzert bot er an, bei uns mitzuspielen. Norman, Markus, György, alle noch jung, brachten frischen Wind in die Band. Das schnelle Drumming von Markus, die geilen Riffs Györgys und die tiefen Urlaute von Norman änderten den, bis dahin „Old School“ Sound von VENENA. Teils zum Ärger des Bandleaders Uwe. Die Dresdner Metal-Szene aber war begeistert und Auftritte häuften sich.


1999: György Olah, Markus Winkler, Norman Jentzsch, Uwe Sokatsch

Oktober 2000 dann endlich ein Konzert mit den Thrash - Urgesteinen SODOM. Zwei Monate später, ohne je wieder geprobt zu haben, folgte das „Aus“ für VENENA. Nach einem Super-Konzert im Bahrataler Jugendclub trennten sich Norman, Markus und György vom überraschten Frontmann Uwe. „Wir wollen keine halben Sachen machen!“
Sie hatten inzwischen eine eigene Band gegründet – SPEARHEAD. Hier konnten alle drei ihre Begeisterung für "Grind" ausleben bzw. ausspielen. Zeit für beide Bands blieb nicht mehr. Trotzdem waren wir uns alle später in einem einig. Schade, dass es mit dieser Besetzung keine Aufnahmen gibt.


WIEDER DA

6 einhalb Jahre später, nach dem ich spielerisch und zwischenmenschlich neue Erfahrungen bei der Band EXIDIUM sammelte, fühlte ich den Zeitpunkt für VENENA wieder gekommen. Um nicht wieder nach kurzer Zeit vor einer Bandauflösung zu stehen, suchte ich nach Musikern, die VENENA kannten, und diese Musik auch mochten. Der Versuch ehemalige Bandmitglieder mit ins Boot zu holen, schlug fehl. Keine Zeit, beziehungsweise schon in anderen Bands.
In Sven Hesse, einem langjährigen Freund, und Andreas Dittrich fand ich die Gitarristen an Bass und E-Gitarre. Beide spielten schon zusammen bei EVERNAL. Sven damals Sänger. 
Die Suche nach einem Schlagzeuger erwies sich wie immer schwieriger. Wir probten trotzdem. In dieser Zeit unterstützte uns Frank Richter an den Drums. Danke noch mal!!!
Eines Tages, zwei Kumpel betraten den Proberaum, der Eine zum vorspielen. Der Andere, Tobias Schmidt, fragte in einer Pause, ob er sich denn auch mal hinter das Schlagzeug setzen könnte. Wir staunten nicht schlecht. Ich kannte ihn nur als Gitarristen. Da Tobias früher schon die Absicht geäußert hat, bei VENENA spielen zu wollen, wenn auch an der Gitarre, war für uns der vierte Mann gefunden. VENENA war wieder komplett!!!
Mit wieder mehr deutschen Texten, verspielten Musikstücken und OLD SCHOOL’igem THRASH ging es seit Februar 2008 wieder Live zur Sache.

 
2007: Andreas Dittrich, Uwe Sokatsch, Sven Hesse, Tobias Schmidt

Doch so schnell der Neustart auch war, wurde er schon ein Jahr später wieder ausgebremst. Verletzungsbedingt fielen nacheinander Uwe, Tobias und am Jahresende auch Sven aus. Zeitprobleme durch Beruf und Familie taten das übrige. So musste eine für 2009 geplante CD verschoben werden. Besonders Tobias schien immer weniger Zeit für die Band zu haben.
Als er sich Anfang August durch einen Sturz den linken Unterarm brach, suchten wir erst einmal einen Ersatzschlagzeuger, um nicht noch mehr Konzerte absagen zu müssen.
Durch einen Tipp von „Mr. Tide“ fragten wir bei Felix Lange nach. Schlagzeuger der Band
MY AFTERMATH, genannt „Bürschte“. Dieser war begeistert mal in einer Thrash Metal Band spielen zu können. 2 1/2 Wochen wurde hart geprobt. Das darauf folgende Konzert aber ging nach hinten los. Durch Schwankungen im Bühnenstrom spielte fast sämtliches digitale Equipment verrückt. Damit nicht alle Mühe umsonst war und Tobias immer noch mit Gipsarm herum lief, trommelte Bürschte erst einmal weiter für uns. Anfang 2010 bot er dann schließlich an, in der Band bleiben zu wollen. Da die Zeit von Tobias für die Band sehr begrenzt war, entschieden wir uns für „Bürschte“.



2010: Andreas Dittrich, Sven Hesse, Uwe Sokatsch, Felix Lange

Meinen persönlichen Gruß noch an alle ehemaligen Musiker der Band VENENA.

UWE